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letzte Änderung dieser Seite: Samstag, 27. April 2002 O
R G E L
- Projekt Wie Sie vielleicht schon gehört haben, haben wir
mit unserer Sermer Kirchenorgel ein großes Problem: Wir kriegen sie nicht mehr
über den „TÜV“. Das recht kleine Instrument (6 Register) ist
Baujahr 1964 und hat so manche Spielstunde hinter sich gebracht. Dass dies nach
38 Jahren so seine Spuren hinterlässt, kann man sich gut vorstellen. Die Orgel
hat zwar äußerlich keine Beulen, der (Orgel-) Motor springt auch immer noch
sofort an und auch der Klang ist beim ersten Hinhören (meistens) noch erträglich,
aber das mechanische Innenleben, das ,,Getriebe“, hat so seine Macken: Im Fußpedal
(Bass) ist ein oft benötigter Ton nicht mehr spielbar, die Ventile und Pfeifen
sind verstaubt, die Tastatur klappert, die Dichtungen und das Spielgestänge müssen
dringend überholt werden. Die Orgel bleibt noch eine Weile notdürftig
spielbar, aber wir müssen jetzt aktiv werden um eine Lösung in Gang zu
bringen. In einer solchen Situation gibt es mehrere Möglichkeiten,
so ähnlich wie bei einem alten Auto: 1. Die Orgel wird
generalüberholt Diese naheliegende Möglichkeit erscheint in
unserem Fall aber unsinnig, da unsere Orgel ein Serien- / Massenmodell mit nur
geringer Qualität ist, dessen Material (Pfeifen, Mechanik...) keine lange
Haltbarkeit mehr versprechen. Der Orgelsachverständige des Bistums Essen hat
dies bestätigt. Die nötigen Ausgaben würden keine dauerhafte Wirkung
erzielen. In einigen Jahre stünden wir vor der gleichen Situation wie jetzt. 2. Eine neue Orgel
wird angeschafft Für eine Gemeinde mit geringen finanziellen Möglichkeiten
ist diese Alternative völlig unrealistisch. Orgelbau ist ein sehr spezielles
Handwerk, das wertvolle Materialien, gutes Fachwissen und viele Arbeitsstunden
erfordert. Eine ,,maßgeschneiderte“ Orgel - so schön sie wäre - ist aus
diesen Gründen für uns nicht bezahlbar. Für eine neue Orgel in für unsere
Kirche angemessener Größe müssten wir mit einem Preis von mehr als 100.000,- Euro rechnen. Unmöglich! 3. Eine gebrauchte
Orgel wird angeschafft Diese Möglichkeit käme in unserer Situation am
ehesten in Frage. Es gibt viele ältere aber auch neuere Orgeln guter Qualität,
die von anderen Kirchengemeinden nicht mehr benötigt werden, etwa weil größere
Orgeln angeschafft oder Kirchen geschlossen werden. Eine solche passende
Gebrauchtorgel müsste zwar auch überholt und natürlich transportiert und
fachmännisch aufgebaut und intoniert werden, die Qualität wäre aber
wesentlich besser als bei unserem Serienmodell und die Lösung wäre von Dauer.
Dass auch diese Lösung nicht billig ist, soll nicht verschwiegen werden. Und
hier sind wir bei der zentralen Frage: Lohnt es sich eine große Menge Geld zu sammeln
und auszugeben und brauchen wir überhaupt eine Orgel? Dazu ein paar Gedanken: - Nach Aussage des Zweiten Vatikanischen Konzils und nach Wunsch unseres Bischofs ist die Pfeifenorgel das angemessene Instrument für die musikalische Gestaltung der Liturgie. Sie ist als »Königin der Instrumente“ ein quasi lebendiges Organ (Orgel kommt von lat. organo), sie "atmet" und ihre Töne werden durch Luftschwingungen in den einzelnen Pfeifen erzeugt. Sie ergänzt also den menschlichen Gesang zum Lobe Gottes recht natürlich und würdig. - Eine Gemeinde, die eine Zukunft haben will, muss dafür auch Zeichen setzen und sich im wahrsten Sinne des Wortes auch fragen, was ihr ihre Zukunft und die Feier des Gottesdienstes wert sind. - Es gibt viele Gelegenheiten im Gemeindeleben, bei
denen der Einsatz der Orgel nicht fehlen darf: Sonntagsmessen, feierliche
Gottesdienste an hohen Festen, Hochzeiten, Beerdigungen, Ehejubiläen etc. Unser Anliegen ist also: Lassen Sie uns zusammen ein Zeichen für die
Zukunft unserer Gemeinde und Kirche setzen, in der das Lob Gottes auch
musikalisch weiter erklingen kann! Roland Winkelmann, Pfarrer Sandra Plönnes-Berns, Kirchenmusikerin Marc Dörrich, Organist |
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